Was passiert, wenn wir sterben?

Jeder hat sich schon gefragt, was passieren wird wenn jemand stirbt. Oder besser: Was passiert nachdem jemand gestorben ist. werden wir wiedergeboren?Kommen wir an einen ganz anderen Ort, Himmel oder Hölle?Oder verschwinden wir einfach? Sicher werden wir das erst wissen, wenn wir selbst gestorben sind, aber es gibt mehr als genug Theorien. Fast jeder hat eine etwas Andere.

Im Buddhismus und Hinduismus glaubt man an einen ewigen Kreislauf der Wiedergeburt, die Reinkarnation. Im Laufe des Lebens sammelt man Karma, gute und schlechte Punkte. Überwiegt schlechtes Karma wird man als minderwertig geltendes Tier wie beispielsweise ein kleines Insekt wiedergeboren. Überwiegt das gute Karma wird man zu einem großen, vergleichsweise intelligenten Tier oder sogar wieder ein Mensch. Hat man perfekt gelebt kommt man ins Nirwana, dem „Ort des höchsten Glücks“. Für Buddhisten und Hinduisten ist der Körper also nur eine Hülle für die Seele. Geht diese vergängliche Hülle kaputt, wird die unsterbliche Seele in einer neuen wiedergeboren, nachdem der dafür zuständige Gott entschieden hat welche am besten zu ihrem Verhalten passt.

Erschaffen, Erhalten, Zerstören. Für jede dieser Aufgaben haben die Hindus einen eigenen Gott. Für sie sind diese drei Dinge untrennbar miteinander verbunden. Zum Beispiel eine brennende Kerze: Wärme und Ruß entsteht, Licht wird erhalten und das Wachs verbrennt, wird also zerstört. Der Tod ist die Zerstörung eines Menschen (oder Tieres). Oder zumindest der körperlichen Hülle. Aber wenn immer, wenn etwas zerstört, gleichzeitig etwas anderes erschaffen wird, was entseht dann wenn jemand stirbt? Werden wir wirklich in einer anderen Hülle wiedergeboren oder wird etwas ganz Anderes, etwas Neues, geschaffen?

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Wahrheit, Wirklichkeit

“Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind”

Nietzsche

 

Woher wissen wir, dass etwas wahr ist?

Wir bezeichnen (fast) alle (fast) alles als wahr, für das wir eine Erklärung haben, die uns logisch erscheint und versuchen mithilfe von Sinneseindrücken und logischem Denken weitere „Wahrheiten“ herauszufinden. Für die meisten ist „wahr“, was mit der Meinung der Mehrheit der vernünftig denkenden Menschen und der „Wirklichkeit“ übereinstimmt. Aber was ist eigentlich „Wirklichkeit“? Denkt man einmal genauer darüber nach, haben wir eigentlich für nichts einen klaren Beweis. Alles, was wir versuchen naturwissenschaftlich zu erklären haben wir über unsere Sinne wahrgenommen. Aber was, wenn wir unseren Sinnen nicht trauen können? Das würde bedeuten, dass wir keine Chance haben, über unser Umfeld irgendetwas wirklich zu wissen. Wir können also nur Dinge über uns selbst herausfinden. Aber ändern wir uns nicht ständig? Unsere Meinung, Angewohnheiten, Persönlichkeit? Das würde heißen,dass wir nur wissen können, was genau in diesem Moment in uns vorgeht.

 

Welchen Wert hat die Wahrheit für uns?

Den meisten Menschen ist die Wahrheit sehr wichtig. Ob wir nun alle neugierig sind oder den Überblick behalten wollen, wir wollen fast immer die Wahrheit wissen. Aber ist es nicht manchmal besser, leichter, schöner für uns, die Wahrheit nicht zu wissen? Wenn die Wahrheit zum Beispiel zu kompliziert oder zu schrecklich ist, dass wir sie verstehen könnten, sind wir dann nicht zumindest im Nachhinein lieber unwissend? Und wenn es gar keine wirkliche Wahrheit gibt? Wenn die vermeintliche Wahrheit nur eine weitere Theorie ist? Warum legen wir dann einen solchen Wert darauf? Ist das nicht vollkommen verschwendete Energie?

 

Was ist Wahrheit überhaupt?

Und wenn das alles stimmt, gibt es dann überhaupt eine Wahrheit?

 

Und was ist Wirklichkeit?

Wirklichkeit und Wahrheit hängen direkt miteinander zusammen. Ist „Wirklichkeit“ nicht einfach nur die „große / allgemeine Wahrheit“? Aber wenn es keine konkrete Wahrheit gibt, kann es dann überhaupt eine Wirklichkeit geben? Oder hat nicht letzten Endes jeder seine eigene Realität,so wie jeder seine eigene Wahrheit finden muss?

Die rote oder die blaue Pille?

Wahrheit oder Schein?

Im Film „Matrix“ sind (fast) alle Menschen an Computer angeschlossen, die ein normales Leben simulieren. Diese Menschen wissen nicht, dass alles nur Illusion ist und leben ihr Leben, als wäre es real.

Die Hauptperson wird vor die Wahl gestellt – rote oder blaue Pille? Die rote Pille zeigt ihm die Realität, die blaue die Scheinwelt. Er entscheidet sich für die rote Pille und die Realität. Aber wollen wir wirklich um jeden Preis die Wahrheit wissen, wenn die Wahrheit alles sein kann?

Die sicherste Lösung wäre eine lila Pille, also eine Mischung aus beidem. Sich die Wahrheit anschauen, gucken, ob sie einem gefällt und wenn nicht zurück in die Scheinwelt. Aber wenn man das nicht kann? So oder so würde man sich fragen, was passiert wäre, hätte man die andere Pille genommen. Bleibt man in der Scheinwelt, wird man den Rest seines Lebens darüber nachdenken, wie denn die Realität aussieht. Und geht man in die wahre Welt, ist diese sicher nicht so geregelt wie die simulierte Scheinwelt und man würde immer denken, was alles nicht passiert wäre, wenn man in der sicheren Scheinwelt geblieben wäre.

la Condition humaine

Und so sehen wir die Welt: Wir sehen sie als etwas außerhalb von uns Befindliches, obwohl sie nur eine geistige Darstellung dessen ist, was wir in uns erleben.

Rene Magritte

1933 malte René Magritte das Bild „la condition humaine“. Es zeigt den Ausblick aus einem Fenster. Um das Fenster herum sind Teile der Wand und die Gardinen zu sehen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man das der Halbe Ausblick durch eine Staffelei mit Gemälde darauf, die vor dem Fenster steht, verdeckt wird. Dieses Gemälde zeigt dieselbe Landschaft, die auch dahinter zu sehen wäre. Die Büsche, Bäume, Wiesen und sogar Wolken gehen nahtlos in die des echten Ausblicks über.Das es sich um ein Bild handelt erkennt man nur am oberen Ende der Staffelei und dem schmalen weißen Seite der Leinwand.

Denkt man über das Bild nach, beginnt man sich zu fragen,ob es wirklich die echte Landschaft zeigt. Ob sich da, wo das Gemälde einen Baum zeigt, sich auch in Wahrheit ein Baum befindet.

Und ist ist der „wahre Ausblick“ denn überhaupt real? Oder auch nur ein Bild? Ein Bild im Bild im Bild? Wie leicht lassen wir uns täuschen?

die Irrfahrt der Erkenntnis

Ein Kapitän durchquert eine Meeresenge, ohne den Weg zu kennen. Er weird also entweder heil hindurch kommen oder auf den Klippen auflaufen.

Stößt er gegen die Klippen, wird er Schiff und Leben verlieren. Außerdem wird er wissen, dass sein Kurs falsch war..

Durchquert er die Enge sicher, hat er sein Ziel erreicht, allerdings hat er nichts über die Klippen erfahren, sondern die Enge wie ein Blinder durchquert.

Er ist also gezwungen sich zu entscheiden, was ihm wichtiger ist: Die sichere Durchfahrt oder das Wissen. Mit Wissen zum Ziel zu kommen ist in diesem Fall unmöglich.

Er wird sich wahrscheinlich für sein Schiff und sein Leben entscheiden, statt als Märtyrer des bloßen Wissens über eine Meeresenge zu sterben.

Allerdings lässt sich meiner Meinung nach darüber streiten, ob er unwissend ist, wenn er die Meeresenge sicher durchquert. Er hat zwar nichts über die Beschaffenheit der Felsen, aber dafür den sicheren Weg durch die Enge erfahren. Ich denke, dass das doch genauso viel wert ist.

Man kann das ganzen z.B. mit einem Menschen vergleichen, der versucht, die Wahrheit herauszufinden. Es stellt sich erst ganz am Ende heraus, ob er richtig liegt.

4 Hauptsätze

Kann man die Grundsätgze der Philosophie in vier Hauptsätze fassen?

 

1. Gott ist vor allem ein Gefühl.

2. Der Tod ist alles, was nicht Leben ist.

3. Das Gute ist das, was uns auch auf lange Sicht glücklich macht.

4. Das Schlimme ist der Verlust von etwas Gutem.Oder das, was diesen Verlust verursacht hat.

Flachland

Für die Bewohner einer Eindimensionalen Welt, Strichland, ist die zweite Dimension absolut unvorstellbar. Sosehr ein zweidimensionales Wesen sie ihnen auch zu erklären versucht.

 

Ein Wesen der zweidimensionalen Welt Flachland kann jedoch die dritte Dimension nicht verstehen.

Und wir, die Bewohner der dreidimensionalen Welt, auch  wir verstehen die höheren Dimensionen nicht, oder?

 

Was kann man aus dem Gedankenexperiment zur Erkannbarkeit der Wirklichkeit lernen?

Wir glauben nur an das, was wir kennen. An das, was sich mit den Maßstäben der uns bekannten Welt erklären lässt.

 

Ist gewiss, dass das Universum nur aus drei Dimensionen besteht?

Nein, wir können uns nie sicher sein. Nur weil wir uns etwas nicht vorstellen können, dürfen wir noch lange nicht davon ausgehen, dass es nicht existiert.

 

Stell dir vor, letzte Nacht sei das Universum auf einmal doppelt so groß geworden. Fiele es jemandem auf?

Ich denke nicht, denn wir nehmen die Welt ausschließlich über unsere Sinne wahr. Wäre also die Größe der Sinnesorgene auch verdoppelt worden, würden wir den Unterschied nicht bemerken.

Außerdem beurteilen wir die Größe aller Dinge ausschließlich durch vergleiche mirt anderen Dingen, deren Größe wir kennen. Wenn also alles verdoppelt wird, ist das Verhältnis der Dinge zueinander gleich geblieben.

Paradox

Paradox 1:  Die Aussage in „Paradiox 2“ ist wahr

Paradox 2:  Die Aussage in „Paradox 1“ ist falsch.

Ein endloser Kreislauf:

Angenommen P1 sagt die Wahrheit. Das bedeutet, man kann auch der Aussage von P2 glauben. Der zufolge sagt P1 aber gar nicht die Wahrheit. Aber würde auch bedeuten, dass auch P2 lügt. Wenn P2 aber lügt, lügt auch P1.

Was denn jetzt? 🙂